Mehrfamilienhäuser: bis zu fünf Energieklassen besser, ohne Investitionskosten
Alte Gas- oder Ölheizung, Energieklasse E bis H, keine Lust auf eine sechsstellige Investition: So verbessern Eigentümer von Mehrfamilienhäusern die Energieklasse um bis zu fünf Stufen, ohne selbst zu investieren.

Das Problem: Sanieren kostet Geld, Nichtstun kostet mehr
Mehrfamilienhäuser in den Energieklassen G und H werden im Schnitt rund 28 Prozent unter vergleichbaren Objekten der Klasse A angeboten. Banken bewerten die Energieeffizienz bei jeder Finanzierung, der CO₂-Preis auf Gas und Öl steigt jedes Jahr, und das GEG setzt mit der kommunalen Wärmeplanung Fristen für fossile Heizungen.
Eine eigene Sanierung der Heizzentrale kostet sechsstellig, dazu Planung, Förderanträge und Betrieb. Viele Eigentümer schieben das auf. Das Gebäude verliert derweil an Wert.
Die Lösung: Wärme kaufen statt Heizung besitzen
Beim Wärmecontracting übernimmt ein Anbieter die komplette Wärmeerzeugung im Gebäude. Er baut die alte Heizzentrale um, finanziert die Technik und betreibt sie über die Vertragslaufzeit. Sie kaufen Wärme zum vereinbarten Preis je Kilowattstunde, fest über 10 bis 15 Jahre, und legen sie wie bisher auf die Mieter um.
Die Arbeiten finden in der Heizzentrale, am Gebäude und auf dem Dach statt. Kein Gerüst an der Fassade, kein Zutritt zu den Wohnungen, der Betrieb läuft weiter.
Was eingebaut wird
- Wärmepumpen ersetzen Kessel und Brenner. Der Speicher kommt in den Keller, die Außengeräte stehen neben dem Gebäude oder auf dem Dach.
- Photovoltaik auf dem Dach liefert den Strom für den Betrieb, wo das Gebäude es zulässt.
- Lernende Regelung mit Sensoren und Ventilen am bestehenden Rohrnetz gleicht die Stränge hydraulisch ab und senkt die Vorlauftemperatur.
- Mieter beziehen Wärme wie bisher über die Betriebskosten. Die Umstellung auf Wärmelieferung ist in § 556c BGB geregelt.
Das Ergebnis: bis zu fünf Energieklassen besser
Weil der Primärenergiebedarf mit Wärmepumpen drastisch sinkt, verbessert sich die Energieklasse im Ausweis je nach Ausgangslage um bis zu fünf Stufen, zum Beispiel von G auf B. Das wirkt auf Verkaufspreis, Beleihungswert und Vermietbarkeit.
| Thema | Eigene Sanierung | Wärmelieferung |
|---|---|---|
| Umbaukosten | Eigentümer | Anbieter |
| Planung, Finanzierung, Wartung | Eigentümer | Anbieter |
| Fassade, Gerüst, Wohnungen | meist nötig | nicht nötig |
| Wärmepreis | schwankt mit dem Markt | 10 bis 15 Jahre fest |
| Energieklasse | je nach Umfang | bis zu 5 Klassen besser |
Für welche Gebäude das passt
- Ab 8 Wohneinheiten. Mehrfamilienhaus, nach oben offen. Mehrere Objekte eines Eigentümers prüfen wir gemeinsam.
- Zentrale Heizungsanlage. Eine Anlage für das Gebäude. Etagenthermen und Einzelöfen scheiden aus.
- Energieklasse E oder schlechter. Laut Energieausweis. Bei Fernwärme prüfen wir auch bessere Klassen.
- Ein Eigentümer für das ganze Gebäude, oder eine WEG mit Beschluss der Eigentümerversammlung.
- Heizkosten laufen über den Eigentümer, der sie auf die Mieter umlegt.
So läuft es ab
- Objekt einreichen. Adresse und Eckdaten, dazu Energieausweis und Energieabrechnungen der letzten drei Jahre. Dauert zwei Minuten.
- Kalkulation. Wir prüfen die Eckdaten und stimmen die Auslegung mit dem Anbieter ab. Rückmeldung in der Regel innerhalb von 5 Werktagen.
- Angebot und technische Prüfung. Schriftliches Angebot mit garantiertem Wärmepreis, Begehung von Heizzentrale, Stellfläche und Dach.
- Vertrag. Wärmeliefervertrag zwischen Eigentümer und Anbieter, danach Terminierung der Umsetzung im laufenden Betrieb.
Was es kostet
Prüfung, Begehung und Angebot sind für Eigentümer kostenfrei und unverbindlich. Die Umbaukosten trägt der Anbieter. Sie zahlen künftig den vereinbarten Wärmepreis, über die Laufzeit fest. Kola NetZero wird vom Anbieter vergütet.
Häufige Fragen
Kann ich mein Mehrfamilienhaus wirklich ohne eigenes Geld sanieren?
Ja, bei der Wärmeerzeugung. Der Anbieter plant, finanziert, baut und betreibt die neue Heizzentrale. Fassade, Fenster und Dämmung sind nicht Teil des Modells, für die Energieklasse ist die Heizung aber der größte Hebel.
Wie viele Energieklassen sind realistisch?
Je nach Ausgangslage bis zu fünf Klassen, zum Beispiel von G auf B. Die genaue Zahl steht nach der Kalkulation im Angebot.
Was ändert sich für die Mieter?
Die Mieter beziehen Wärme wie bisher und zahlen sie über die Betriebskostenabrechnung. Nach § 556c BGB dürfen die Kosten die bisherigen Betriebskosten nicht übersteigen. Zutritt zu den Wohnungen ist nicht nötig.
Wie lange dauert es bis zum Angebot?
Nach der Einreichung prüfen wir die Eckdaten in der Regel innerhalb von 5 Werktagen. Danach folgt die Begehung, anschließend das schriftliche Angebot.
Was kostet die Prüfung?
Nichts. Prüfung, Begehung und Angebot sind kostenfrei und unverbindlich. Kola NetZero wird vom Anbieter vergütet.
Weitere Objektarten
- NetZero für Hotels
- NetZero für Büroobjekte
- NetZero für Pflegeheime
- NetZero für Wohnungseigentümergemeinschaften
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Kostenfreie Prüfung in zwei Minuten.
Energieausweis und Heizkostenabrechnungen genügen für den Start. Rückmeldung innerhalb von 5 Werktagen.
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